Jugend debattiert – Regionalwettbewerb am 26. Februar

Großartiger Erfolg für Jonathan und Leo bei Jugend debattiert!

von Heinz-Georg Ortmanns

Nach unserem internen Schulwettbewerb konnten beim gestrigen Regionalwettbewerb Jonathan Dusse und Leo Bauer (beide 9a) erneut glänzen: Sie belegten im Finale Ihrer Gruppe die beiden ersten Plätze und sind damit für die nächste Runde qualifiziert. Zur Belohnung winkt die Teilnahme am Vorbereitungsseminar für die Qualifikation zum Landesfinale, danach heißt es wieder Daumen drücken. Dabei werden sie sicher auch wieder auf die Unterstützung von Mark Hermandung (9c) und Susanna Naumer (9a) zählen dürfen, die ganz gewiss ebenfalls eine prominente Rolle bei den gestrigen Debatten gespielt hätten. Mark war leider erkrankt – auf diesem Wege: gute Besserung! – und Susanna wurde durch Lospech davon abgehalten, noch nachzurücken, konnte aber dafür in mehreren Jurys eine höchst konstruktive Rolle spielen. Zu schade, dass jede Schule immer nur zwei Teilnehmer melden darf – auf Grund der breiten Verankerung dieses anspruchsvollen, aber auch besonders lohnenden Wettbewerbs an unserer Schule und natürlich auch unseres ansehnlichen Niveaus könnten wir ohne Weiteres mehr Schülerinnen und Schüler ins Rennen schicken. Umso mehr gilt aber für Jonathan und Leo: herzlichen Glückwunsch und viel Glück beim Einzug ins Landesfinale – das Gagern steht hinter Euch!

Fortbildung „Digital agieren in BNE-Lernumgebungen“ am Adorno-Gymnasium

Nachlese zum bundesweiten Fachtag „Digital agieren in BNE-Lernumgebungen. Neue Wege rund um Globales Lernen in Unterrichts- und Schulentwicklung“, 5. Februar 2020, Adorno-Gymnasium, Frankfurt am Main 

Text von Fatima Hauk und Norbert Wenderdel

Am 5. Februar 2020 versammelten sich mehr als 130 Teilnehmer*innen zum bundesweiten Fachtag, der in enger Kooperation mit dem Adorno-Gymnasium durchgeführt wurde. Die Teilnehmenden, bestehend aus Lehrkräften und Ausbilder*innen, Schüler*innen und Elternvertretungen, kamen überwiegend aus Hessen. Es ging um die Frage, wie die 17 Ziele für Nachhaltigkeit (Sustainable Development Goals der UN) mit digitalen Mitteln in die unterrichtliche Arbeit verstärkt Einzug halten können.

Herr Lorenz Denks von Engagement Global (Bonn) eröffnete nach der Begrüßung durch Frau Menzel (Lehrkräfteakademie) und Herrn Koepsell (Schulleiter des Adorno-Gymnasiums) den Fachtag mit einem facettenreichen Vortrag zu BNE und Digitalisierung. Darin gab er einen umfassenden Einblick in die didaktischen und strategischen Möglichkeiten der Digitalisierung für Nachhaltige Entwicklung.
Sodann folgte ein „BNE-Podiumstalk“, bei dem die Schulleiter, Herr Koepsell und Herr Dr. Köhler, sowie Frau Kral (Lehrkraft am Adorno-Gymnasium) und Frau Rover (Lehrkraft im Vorbereitungsdienst am Frankfurter Studienseminar für Gymnasien und Heinrich-von-Gagern-Gymnasium) ihre Perspektiven über BNE an der Schule in Unterrichts- und Schulentwicklung zur Diskussion stellten.
Hier wurde deutlich, dass sich die Impulse aus der unterrichtlichen Arbeit in der Schulentwicklung widerspiegeln und damit die jeweilige Schulkultur prägen.

Das noch junge Adorno-Gymnasium am Uni-Campus Westend hat die BNE-Themen bereits in sein Wahlunterrichts- und Nachmittagsangebot integriert. Mit seinen zwei starken Kooperationspartnern „Verbraucherzentrale“ und „Misereor“ hat das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Stakeholder im besten Sinne an seiner Seite. Sie unterstützen die Arbeit laufend mit Materialien und Wettbewerbsideen, vor allem aber mit Referent*innen für interne Fortbildungen.
Nach einer „fairen Kaffeepause“ hielt Herr Michael Knittel, BNE-Beauftragter des Landes Hessen, einen Vortrag zur „Implementierung von BNE in die Lehrkräfte(aus)bildung“. Er stellte den Dreischritt einer BNE-Didaktik vor, die das Erkennen, Bewerten und Handeln zur Grundlage hat. Ihm zufolge sollen den Schüler*innen viele Lernanlässe im Bereich Nachhaltige Entwicklung geboten werden, in denen sie selbst sowohl vor Ort als auch in den eigenen Familien Stellung beziehen können. Herr Knittel zeigte an vielen konkreten Beispielen auf, welche davon bereits in Seminar- und Schulkulturen zugrunde gelegt werden können.

Nach einem vegetarischen bzw. veganen Mittagessen wurde der Fachtag mit Workshops fortgesetzt. Zur Auswahl standen neun Angebote. Sie reichten von den Chancen der Open Educational Resources bis zum nachhaltigen Konsum digitaler Güter.
Die Organisation des Fachtages mit seinem breitgefächerten Angebot an Wegen zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten der BNE stieß bei den Teilnehmer*innen auf überaus positive Resonanz.

Wir danken an dieser Stelle Herrn Koepsell, seinem Kollegium und den Elternvertreter*innen herzlich dafür, dass sie die Inhalte des Tages von Beginn an einhellig und konstruktiv mitgetragen haben. Ohne die großzügigen Räumlichkeiten hätte sich unser Anliegen einer bundesweiten Fortbildung kaum realisieren lassen.

Herzlichen Dank schulden wir an dieser Stelle ebenso Herrn Dr. Köhler, den Lehrkräften und Schüler*innen des Gagern-Gymnasiums. Sie haben dem Fachtag durch schulorganisatorische Expertise, vielfältige Workshopangebote und inspirierende Einblicke in die unterrichtliche Arbeit ein besonderes Gesicht gegeben, und ihn last not least durch ihr engagiertes Mittun ringsum für alle sehr bereichert!

Alle Jahre wieder… werden wir als Verbraucherschule ausgezeichnet!

Logo Verbraucherschule 2019/20

Das Gagern ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Manchmal merken wir gar nicht, dass wir etwas tun oder andere an unserer Schule etwas an die Schülerschaft geben, das für andere Schulen keine Selbstverständlichkeit darstellt. Dies trifft auch auf die Verbraucherbildung zu. Umso mehr freuen wir uns, dass das Gagern dieses Jahr zum zweiten Mal als Verbraucherschule ausgezeichnet wurde, nachdem wir bereits in der letzten Runde erfolgreich waren.

Verleihung HvGG

Diese Auszeichnung verleiht die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. für besonderes Engagement in der Verbraucherbildung. Das Heinrich-von-Gagern Gymnasium wurde aufgrund unserer vielen Angebote im Bereich Finanzen, Nachhaltigkeit, Ernährung und Medien als eine von 57 Schulen bundesweit ausgezeichnet. Wir verbinden auf preiswürdige Weise intellektuelle mit Alltagskompetenzen, kann man aus der Entscheidung der Jury schließen. Aus diesem besonderen Anlass ist ein Teil des SV-Teams gemeinsam mit unserem Schulleiter Herrn Dr. Köhler und Herrn Nijhawan nach Berlin gefahren und hat dort als Repräsentant der Schüler*innengemeinde an der Preisverleihung teilgenommen.

Gruppenbild HvGG

Die Veranstaltung begann in der Hessischen Landesvertretung, das im Übrigen architektonisch ein höchst ansehnliches Gebäude ist, mit einer Rede von Klaus Müller, dem Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V.. Im Anschluss stellten vier ausgewählte Schulen, darunter wir, ihre Projekte vor. Neben #climonomics (hier das Video, welches wir zeigten) von unserer Seite wurden Selbstverpflegungs-Fahrradtouren, Wasserflaschendienste und Medienprojekte präsentiert. 

Zwischendurch wurde eine von der Verbraucherzentrale zur Verfügung gestellte Rallye auf der App Actionbound vorgestellt, die dem Lernen und Weiterbilden im Bereich aufgeklärter Konsum dient. In dieser Zeit hatten alle Anwesenden die Möglichkeit sich eines der vier vorgeschlagenen Spiele auszusuchen. Bei dem einen Spiel ging es zum Beispiel um ein Mädchen, das ein Bankkonto anlegt. Die Spielenden mussten Fragen beantworten (Wozu dient ein Girokonto etc.?). Am Ende der Zeit wurden Gewinner gekrönt und erhielten eine kleine Belohnung.

Auch die Lehrenden

Auch die Lehrenden „können digital“!

In den Pausen gab es Zeit, um Ideen auszutauschen und zahlreiche inspirierende Gespräche mit anderen Schulvertretern*innen zu führen. Menschen aller Altersgruppen und Herkunftsstädte unterhielten sich über ihre jeweiligen Projekte und drüber hinaus. Gleichzeitig waren diese Unterhaltungen eine Art Feedback, denn schnell wurde klar, dass gerade „unser #climonomics“, welches wir in einem kleinen Video zeigten, eine große Begeisterung bei anderen Schulen hervorrief. So war es wenig erstaunlich, als manche der ausgezeichneten Schulen im Anschluss sagten, sie wollten die Idee von #climonomics in einem kleineren Rahmen übernehmen. Die SV schaffte es darüber hinaus sogar, anderen Teilnehmer*innen der Preisverleihung einige andere Konzepte unserer Schule näher zu bringen. Zum Beispiel wollten manche die Pfandflaschensammelstellen oder das Digitale Medienprojekt von Schülern für Schüler*innen an ihren Schulen ausprobieren.

Als Höhepunkt der Veranstaltung kann die Laudatio und die eigentliche Preisverleihung durch Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, bezeichnet werden. Sie endete mit einem Gruppenfoto, dem Überreichen der Plaketten und Urkunden und der abschließenden Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen. Was uns besonders erfreute: Als die Ministerin von #climonomics hörte, bat sie ausdrücklich um weitere Informationen. Hieraus lernen wir, dass unser Engagement in der Schule besonders im Bereich Umwelt und Klimaschutz nicht ‚für die Katz‘ ist, sondern von der Politik ernst genommen wird, durchaus mit einer entsprechenden Begeisterung.

Verbraucherschule Gruppenbild
Verbraucherschule Gruppenbild

Besuch im Opel-Werk

Besuch im Opelwerk

von Kiara Segeth

Von der Nähmaschine bis zum elektrischen CORSA-E – Unser Besuch bei Opel in Rüsselsheim 

Die Tour durch das Opelwerk als eine Zeitreise zu betrachten, ist nicht sehr weit hergeholt. Opel fing mit der Produktion von Nähmaschinen und Fahrrädern, welche damals noch sehr modern waren, an. Als die Zeit der Autos kam, war der Gründer Adam Opel zwar schon längst verstorben, jedoch setzen seine Frau und seine fünf Söhne seine Arbeit fort. Diese ganze Entwicklung der Produkte der Firma sind im Klassik-Ausstellungsgebäude wunderbar zu bestaunen, wo auch das Schießen von Fotos erlaub ist. Der jetzigen Produktion kann man ebenfalls über die Schulter schauen, in der man nach einem kurzen Einführungsfilm zunächst einmal die Blechpresse besichtigen kann. Dabei werden die Bleche geschnitten und anschließend geformt. Dies wird beinahe nur von Arbeitern kontrollierten Maschinen ausgeführt, weshalb wir wenige Menschen zu Gesicht bekamen. Als nächstes konnten wir miterleben, wie das Innengerüst eines Autos mit Tür- und Fensterrahmen ebenfalls von Maschinen zusammengesetzt und zusammengeschweißt wurde. Danach wurden die Teile des Autos durch das Eintauchen für bis zu acht Stunden in einem Becken voller Lack eingefärbt. Darauf erfolgt die „Hochzeit“, in welcher Chassi und Karosserie zu einem werden und alle restlichen Teile an dem Auto angebracht werden. Dies erfolgt durch Gruppenarbeit, wobei eine Gruppe fünf professionell ausgebildete Arbeiter beinhaltet. Von diesen verfolgen vier bis hin zur Pause mit einer fließbandähnlichen Produktionsweise immer dieselbe Arbeit. Nach der Pause wird getauscht. Der fünfte der Gruppe ist der Gruppensprecher. Sobald er seine Musik, welche durch ein von den Arbeitern bei gemachten Fehlern gezogenes Seil ausgelöst wird, hört, macht er sich auf den Weg dieses Problem zu lösen. Auch wenn ein Mitarbeiter krank ist oder mal auf Toilette muss springt dieser ein. Der letzte Schritt ist die Überprüfung des neu produzierten Autos. Hierbei werden diese auf unterschiedlichen Böden getestet und von professionellen Fachleuten auf kleinste Fehler bei der Produktion, sowie bei der Beschleunigen und dem Bremsen überprüft. Nun kann das Auto nach insgesamt 16 Stunden Produktionszeit für den Verkauf bereit gestellt werden.