Prof. Dr. A. Schmitt zu Gast am HvGG

„Ohne Griechisch und Latein lebt man in Europa wie im Nebel“

Am vergangenen Montag hatte das Gagern die Ehre, den international bekannten Philologen Prof. Dr. Arbogast Schmitt aus Marburg/Berlin begrüßen zu dürfen. Sein Vortrag wurde in unserer nahezu voll besetzten Aula von einem Publikum aus Lehrern, Eltern und Schülern des HvGG, aber auch des Lessing-Gymnasiums gespannt erwartet.

Nach einer Ansprache unseres Schulleiters Herrn Dr. Köhler, der die Wichtigkeit des Latein- und Altgriechischunterrichts aus einer bildungspolitischen Perspektive beleuchtete, begann Prof. Schmitt seinen Vortrag mit dem Thema „Ohne Griechisch und Latein lebt man in Europa wie im Nebel“. Ohne sich davor zu scheuen, auch ‚mal ins Detail zu gehen, konnte Prof. Schmidt dem Vorurteil einer toten und somit heutzutage irrelevanten Sprache entgegenwirken und uns dabei auf überzeugende und mitreißende Weise verdeutlichen, wie die alten Sprachen das Fundament für die gesamte Neuzeit bilden und man erst durch ihr Erlernen das Europa von heute wirklich verstehen kann.

Die anschließende Gesprächsrunde gab sechs Schülern des HvGG die Möglichkeit, ihre ganz persönlichen Fragen an Prof. Schmitt zu stellen. Einen derartig renommierten Altphilologen einmal in unserer Aula hören zu können, war ein ganz besonderes Erlebnis.

von Ajit Mistry (Q2)

Nach der Schule geh‘ ich noch zum Dreh ins Haus am Dom

Adventsbesinnung 2020

Es ist am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium schon eine jahrzehntealte Tradition, in der – nach Karl Heinrich Waggerl – „stillsten Zeit im Jahr“ eine Adventsbesinnung anzubieten. 

Alljährlich versammelten sich an vier Wochentagen im Advent bei Gitarrenmusik, Punsch und Plätzchen zwischen 15 und 20 Jugendliche frühmorgens um 7.30 Uhr in der Aula, um nachdenklich stimmende Texte zu hören und das Miteinander vor Schulbeginn in einer besonderen Atmosphäre zu genießen. In den letzten Jahren haben wir auch Persönlichkeiten des Frankfurter kirchlichen Lebens eingeladen, die neben ihrem geistlichen Impuls auch von ihrer Arbeit – in einem Obdachlosentreff oder in der Missionsarbeit – berichtetenund damit Zeugnis gaben von dem, was sie tun. 

Und weil in diesem Jahr diese uns so liebgewordene Praxis nicht möglich ist, haben die Gagern-Religionsfachschaften kurzerhand umdisponiert und in Kooperation mit unseren Partnern MISEREOR (Aachen) und Religionspädagogisches Amt (Frankfurt/Main) ein digitales Angebot erstellt. Drei Jugendliche unserer Schule, Lilly (Stufe 9), Corinna und Julian (E-Phase),zeigten sogleich ihre Bereitschaft für diese Idee und hatten auf Anhieb große Freude dabei, ihren ganz persönlichen Adventsgedanken Ausdruck zu verleihen und sich selbst vor der Kamera zu präsentieren. 

Hier ihre Statements nach den Dreharbeiten im Haus am Dom: 

Julian, E-Phase: „Ich war beeindruckt von der angenehmen Atmosphäre, den wirklich sehr freundlichen Mitarbeiter*innen sowie der allgemein vorherrschenden Professionalität – auch wenn wir gegen Ende ein wenig Zeitdruck hatten.“

Lilly, 9. Jahrgangsstufe: „Es hat viel Spaß gemacht. Die Menschen waren sehr freundlich und die Atmosphäre war entspannt. Beim Vorbereiten habe ich wieder mal über den Advent nachgedacht und das hat mir gefallen.“

Das Vorhaben der Religionsfachschaften soll auch über das Jahr 2020 hinaus im besten Sinne „Schule machen“und ist aus unserer Sicht den gängigenMedienkonzepten gegenüber ein Gegenpol, der auf das Fest der Feste hinweist. 

Freuen Sie sich also mit uns auf vier besinnliche Impulse in dieser für uns alle so ungewohnt „stillen Zeit“: 1. Advent: Corinna und Julian, E-Phase 2. Advent: Pfarrer Thomas Schmidt, Frankfurt am Main3. Advent: Lilly, Stufe 9 4. Advent: Msgr. Pirmin Spiegel, MISEREOR, Aachen

Die Clips sind unter folgendem Link zu finden: 

Für die Fachschaften Religion 

Fatima Hauk 

Bücher sind wie Kekse! Einmal angefangen, kann man nimmer aufhören, sie zu verschlingen

So lautet ein Sprichwort in „Brösels Bücherregal“, das ganz viele Kinder nachempfinden können. Am 15.12.2020, dem vorgezogenen letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, traten beim schulinternen Vorlesewettbewerb vier zuvor in ihren Klassen gewählteKandidatinnen an – sie waren diesmal ein bisschenbesser als ihre Mitschüler – um den Titel „Schulsiegerin“zu erlangen. Leider in diesem Jahr ganz ohne Publikum. Umso zugewandter war die Jury, besetzt mit vier Lehrkräften und der ehemaligen Schulsiegerin Paula Burggraf (9a). 

Frau Vollrath begrüßte die Mädchen an diesem Dezembernachmittag warmherzig mit einem Rückblick in die Tradition des Vorlesens als Beruf: So bekleideten bei Hofe Personen – in der Regel gelehrte Männer –dieses würdevolle Amt. Karl der Große hatte zum Beispiel solche „Lektoren“. Der Herrscher tat sich zwar mit dem Schreiben schwer, die Buchstaben kannte er allerdings und konnte vermutlich auch ein paar Sätzeentziffern, was um 800 n. Chr. bei weitem nicht selbstverständlich war. 

Wie bei Hofe lasen auch unsere Vorleserinnen allesamt mühelos, fließend und fast immer mit der richtigen Betonung und Modulation. Man merkte zwar die Aufregung auf Seiten des Vorlesekindes, aber auch diegehört nun mal dazu. Und vielleicht ist es gerade auch dieses die Kinderwangen leicht rötende Lampenfieber, das bei der Hörerschaft erst für ungeteilte Aufmerksamkeit sorgt.  

In einem harten Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnete sich Lidia Selivanova (6d) als Gewinnerin ab. Sie las langsamer als ihre Mitstreiterinnen und schoss deshalb – wenn auch knapp – den Vogel ab. Herr Dr. Köhler gratulierte allen aufs herzlichste und überreichte unsererSchulsiegerin ein Buchgeschenk. 

Am Ende gab es zwar keine Kekse, aber Schaumküsse, die „coronakonform“ zur Feier dieses siegreichen Tages vom Schulleiter spendiert wurden. 

Allen Lesenden ein herzliches Dankeschön für die Teilnahme! Der Regionalentscheid wird im Februar 2021 digital durchgeführt. Die ganze Schulgemeinde drückt Lidia ganz fest die Daumen und wünscht ihr von Herzen, dass sie im frühen Jahr 2021 und darüber hinauserfolgreich unsere Schule repräsentieren möge! 

Fachschaft Deutsch

i.A. Fatima Hauk